Live-Webinar

Prof. Dr. med. DirK Sander
Prof. Dr. med. Hans-Henning Eckstein

S3-Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge der extrakraniellen Karotisstenose"

Referent*Innen: Prof. Dr. med. DirK Sander, Prof. Dr. med. Hans-Henning Eckstein
18:00 Uhr
CME-Punkte: 2

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Circa 15 % aller zerebralen Ischämien werden durch Läsionen der extracraniellen A. carotis verursacht. Die aktualisierte deutsch-österreichische S3 Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge extracranieller Carotisstenosen liefert evidenz- und konsensbasierte Handlungsempfehlungen. Alle Patienten mit >50%Igen Carotisstenosen müssen mit Thrombozytenfunktionshemmern und Statinen behandelt werden. Eine Carotis-Thrombendarteriektomie (CEA) ist angezeigt bei höhergradigen symptomatischen Stenosen und ausgewählten Patienten mit hochgradigen asymptomatischen Stenosen. Carotis-Stenting (CAS) kann alternativ erwogen werden. Die periprozedurale Schlaganfallrate/Letalität soll bei maximal 2% (asymptomatische Stenosen) bzw. 4% (symptomatische Stenosen) liegen.

Referent

Prof. Dr. med. DirK Sander

Prof. Dr. Dirk Sander Chefarzt des Neuro-Zentrums Tutzing-Feldafing am Starnberger See, das alle akutneurologischen Krankheitsbilder mit Schlaganfall-Schwer-punkt behandelt. Des weiteren ist Prof. Dr. Dirk Sander als Chefarzt der Abteilung für neurologische Früh- und weiterführende Rehabilitation im Benedictus Krankenhaus Feldafing tätig. Seine Facharztausbildung absolvierte er an der Neurologischen Klinik des Klinikums Rechts der Isar (München), wo er von 1999 bis 2003 als Oberarzt und bis 2006 als leitender Oberarzt tätig war.

Klinische und wissenschaftliche Schwerpunkte sind die Behandlung und Prävention des Schlaganfalls neben seiner klinischen Tätigkeit ist er als außerplanmäßiger. Professor an der medizinischen Fakultät der TU München weiterhin an der Ausbildung von Medizinstudenten beteiligt und wissenschaftlich aktiv. Aktuell ist er im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Neurologie Co-Koordinator der S2k-Leitlinie zur Sekundärprävention des Schlaganfalls, die im 1. HJ 2021 in aktualisierter Form erscheinen wird.

Referent

Prof. Dr. med. Hans-Henning Eckstein

Prof. Dr. H.-H. Eckstein ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie am Klinikum rechts der Isar und Ordinarius für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie an der Technischen Universität München (TUM, seit 2008). Zuvor hatte er eine C3 Professur für Gefäßchirurgie an der TUM inne (2004-2008) und war Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Ludwigsburg (1999-2004). Seine Facharzt-Weiterbildung hat Dr. Eckstein in Heidelberg (Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg, Krankenhaus Salem) absolviert.

Dr. Eckstein war Präsident des „UEMS Board and Section of Vascular Surgery” (2014-2015) und der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG, 2009-2010). Er ist außerdem Ehrenmitglied der Vascular Society of Great Britain and Ireland, der Society for Clinical Vascular Surgery (USA) und der Ungarischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Angiologie. 2017/2018 erhielt er die Ehrendoktorwürden der National Kapodistrian Universität Athen und der Medizinischen Fakultät der Universität Thessalien/ Griechenland.

Dr. Eckstein ist als PI oder SC Mitglied in verschieden RCTs aktiv (SPACE 1, SPACE 2, ACST 2) und ist Mitglied der Carotid Stenosis Trialist Collaboration (CSTC) und des International Registry of Aortic Dissections (IRAD). Dr. Eckstein ist Reviewer und Editorial Board Mitglied verschiedener nationaler/ internationaler Fachzeitschriften

Seit 20010 ist Dr. Eckstein Sprecher der deutsch-österreichischen S3 Leitlinie zum Management extracranieller Carotisstenosen (AWMF 2012 und 2020) und Co-chair der Carotis-Leitliniengruppe der European Stroke Organization (ESO).

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